Aktion neue Domorgel    
     
| Paradiesorgel Schuke 1969/70
 Nach einem Plan von Landeskirchenmusikdirektor Bremsteller aus den 1950er Jahren sollten im wiederhergestellten Dom zwei Orgeln errichtet werden: auf der Westempore traditionell die große Hauptorgel und eine kleine „Gegenorgel“ auf dem Bischofsgang. Aus finanziellen und gesellschaftspolitischen Gründen kam es jedoch nie dazu.

 Als Interimslösung diente die 1969 von der Orgelbauanstalt Alexander Schuke Potsdam (Hans-Joachim Schuke) errichtete „kleine“ 37-registrige Chororgel („Paradies-Orgel“). Sie befindet sich als eine Art „Schwalbennest“ über der Paradiespforte unmittelbar vor dem großen Nordquerhausfenster. Sie ist ein gutes Beispiel des neobarocken Typs, aber mit ihrer gattungstypisch unterbesetzten 8-Fuß-Lage bei relativ engen Mensuren und dem nicht sehr günstigen Aufstellungsort vermag sie gerade eben das Querschiff und den Hohen Chor klanglich zu füllen. Sie lässt auch nur eingeschränkt die stilgerechte Wiedergabe eines Teils der Orgelliteratur zu.

Trotz ihrer konzeptionellen Beschränkungen hat die „Paradies-Orgel“ allein fast 30 Jahre lang bis zur Fertigstellung der großen Hauptorgel im Mai 2008 in diesem hohen Dom einen großen Beitrag zur Präsentation qualitativ hochwertiger Orgelmusik in Gottesdienst und Konzert geleistet. Sie wird weiterhin gepflegt und zu Amtshandlungen, Andachten und kleineren Gottesdiensten im Hohen Chor bespielt sowie auch konzertant eingesetzt.







"Paradiesorgel" Schuke 1969/70 im Querschiff.

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Copyright: Jürgen Buchholz, Magdeburg